Dr.Sonja Stanger - Beratung

Trauma-Bewältigung | Krisen-Intervention | Selbstregulation

PITT® - Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie

B.B.T.® Bindungspsychotherapie

Somatic Experiencing ®

Was ist ​ein Trauma überhaupt? Wie kann ein Weg aussehen, sich von den Folgen einer Traumatisierung zu befreien?
Was ist der Unterschied zwischen einem Schocktrauma und einem Bindungs- und Entwicklungstrauma?​

„Viele Menschen leiden unter den Folgen eines Entwicklungstraumas, ohne es zu wissen.
Manche Traumaforscher nennen es die Mutter aller Krankheiten und Störungen.“
Dami Charf

So wie potenziell traumatische Ereignisse und Erfahrungen zum menschlichen Leben dazugehören, so hat - mit adäquater Unterstützung - jede Person die Fähigkeit, Traumafolgestörungen zu überwinden. Trauma wird jedoch immer noch häufig missverstanden. Aus genau diesem Grund funktionieren auch viele Therapien nicht oder stagnieren ab einem gewissen Punkt.
Auf dieser Seite erhalten Sie einen ersten Überblick zum Thema Trauma und warum Ihr Körper, Selbstregulation und sichere Bindung so wichtig für die Heilung sind.

Ihre Anliegen, Themen und Fragestellungen:

  • Sie fühlen sich extrem einsam (zum Teil auch in Gesellschaft)?
  • Es gibt Situationen in Ihrem Leben, in denen Sie sich wie erstarrt oder gelähmt fühlen?
  • Sie leiden unter psychosomatischen Symptomen, die Sie sich nicht erklären können?
    Z. B. verstärktes Weinen, Grübeln, Erschöpfung, Schlafstörungen?
  • Sie kennen das wiederkehrende Gefühl, dass Ihre Emotionen Sie überwältigen oder Sie fühlen sich fast gar nicht mehr?
  • Sie reagieren in stressigen Situationen nicht wie eine erwachsene Person? Sie reagieren stattdessen trotzig, mit Wutanfällen, aufbrausend oder sehr nah am Wasser gebaut?  
  • Sie fühlen sich latent überfordert? Im Alltag ist Ihnen alles zu viel?
  • Sie fühlen eine permanente Anspannung, Unruhe, Schlaflosigkeit und können gar nicht mehr entspannen?
  • Sie erinnern sich nicht oder nur bruchstückhaft an Ihre Kindergarten- und Grundschulzeit?
  • Sie nehmen feinste Schwingungen und Veränderungen in Bezug auf die Bedürfnisse und Empfindungen anderer Personen wahr, fühlen sich selbst und Ihre Bedürfnisse dabei jedoch nicht?
  • Sie können kaum eine Beziehung eingehen? Kontakt zu anderen Menschen fühlt sich bedrohlich an?
  • Sie zeigen ein übersteigertes Bindungsverhalten mit Trennungsängsten und -problemen?
  • Sie haben Schuld- oder Schamgefühle, ohne sich einer erklärbaren Situation bewusst zu sein?
  • Sie haben Esstörungen oder Abhängigkeiten von Medienkonsum, Arbeit, Sport oder anderem?


All diese Symptome können Anzeichen für ein Bindungs- und Entwicklungstrauma sein, wenn körperliche Ursachen zuvor medizinisch ausgeschlossen wurden.

  • Hat sich durch ein oder mehrere Ereignisse, Unfälle oder langanhaltende massive Überforderung Ihr Leben verändert?
  • Leiden Sie unter einem chronisch erhöhten Stresspegel, Panikattacken, ständige diffuser Angst, Schlafstörungen und quälenden Flashbacks?
  • Meiden Sie bestimmte Situationen oder Orte, die Sie als bedrohlich empfinden?
  • Leiden Sie an Dissoziationen (Abspaltung von Teilen der Erinnerung)
  • Der Versuch, diesen Symptomen zu entfliehen, kann zum kritischen Konsum von Substanzen führen.


Diese Symptome deuten auf ein mögliches Schocktrauma hin. Unter Umständen kann sich neben der "Akuten Belastungsreaktion" auch eine "Posttraumatische Belastungsstörung" (PTBS) entwickeln.
Anfälliger, also weniger resilient, für ein Schocktrauma sind Menschen mit einem Entwicklungstrauma oder Bindungsstörungen im Hintergrund. Unter einem Schocktrauma verbirgt sich demnach sehr häufig zusätzlich ein Entwicklungstrauma.
Wenn der Begriff Trauma fällt, denken die Menschen an einschneidende Situationen oder Ereignisse: Man denkt an körperliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, schwere Vernachlässigung und andere schwerwiegende Katastrophen, die Kindern angetan werden. Die kleinen anhaltenden und möglicherweise sogar „unsichtbaren“ psychisch-emotionalen Verletzungen in der frühen Kindheit finden hingegen keine oder wenig Beachtung.

Traumatische Erlebnisse aus der Kindheit oder Jugend kommen oft erst im Erwachsenenalter an die Oberfläche.

„Ein Trauma ist im Nervensystem gebunden. Es ist somit eine biologisch unvollständige Antwort des Körpers auf eine als lebensbedrohlich erfahrene Situation. Das Nervensystem hat dadurch seine volle Flexibilität verloren. Wir müssen ihm deshalb helfen, wieder zu seiner ganzen Spannbreite und Kraft zurückzufinden“. –Peter Levine
Da ein Trauma im Nervensystem, sprich dem Körper, gespeichert ist, ist es neurobiologisch nahezu unmöglich, dieses (egal, ob einen einmaligen Schock, wie beispielsweise einen Unfall, oder ein Bindungs- und Entwicklungstrauma über einen längeren Zeitraum) rein kognitiv zu bearbeiten oder gar zu lösen.
Hier bedarf es ganzheitlicher Ansätze, die insbesondere die körperliche Ebene integrieren, bindungsorientiert ausgerichtet sind und bestenfalls ohne Wiedererleben oder die oft schmerzhafte Analyse der Vergangenheit auskommen.

Gerne begleite ich Sie einfühlsam und verlässlich auf Ihrem ganz persönlichen Weg der Trauma-Heilung!


Mein Angebot für Sie:

In der Traumatherapie setze ich ganzheitliche therapeutische Methoden ein, um einen positiven und nachhaltigen Veränderungsprozess einzuleiten.

Individuell auf Ihre Biografie abgestimmt und mit großer Achtsamkeit begleite ich Sie auf dem Weg zur Stabilisierung. Besonderes Augenmerk lenken wir zunächst auf Ihre Stärken und Ressourcen.
Wir unterstützen und stabilisieren die Kraft, die Ihnen bis heute geholfen hat und die Sie in die Therapie geführt hat.
Wir erarbeiten Übungen mit dem Ziel, Ihre Wahrnehmung in der Gegenwart zu stärken und Ängsten besser zu begegnen. Das macht Sie sicherer im Umgang mit anderen Menschen und gibt Ihnen das Gefühl der eigenen Kontrollfähigkeit zurück. Allmählich kehrt damit auch die Selbstregulationsfähigkeit Ihres Nervensystems zurück.
Gerne kläre ich Sie über die körperliche Auswirkung eines Traumas auf. Sich selbst und automatisierte Körper-Reaktionen besser zu verstehen ist oft der erste große Schritt in Richtung Heilung.

Es ist dabei NICHT notwendig, dass Sie Ihr traumatisches Erlebnis erzählen oder gar bewusst erinnern.

  • Somatic Experiencing® (SE):

    Somatic Experiencing® (SE) nach Peter Levine ist ein besonderer körperorientierter Ansatz, Traumata auf der Ebene des Nervensystems zu lösen und zu bewältigen.
    Dabei basiert SE auf der Erkenntnis, dass Menschen in Bedrohungssituationen häufig primär instinktiv und nicht psychisch und kognitiv bewusst reagieren. Gelingt es nicht durch eine Kampf- oder Fluchtreaktion aus der Bedrohungssituation zu entkommen, bleibt der Mensch in der so ausgelösten Erstarrungssituation stecken. Die eingeschlossene Energie bleibt dabei im Nervensystem gebunden. Erstarrung entsteht also nicht aus Energiemangel, sondern einem massiven Überschuss an Kampf-/Fluchtenergie, die jedoch massiv ausgebremst wird. Das ist in etwa, wie wenn Sie sich vorstellen, im Auto bei Vollgas Gaspedal und Bremse gleichzeitig durchzutreten.
    In unserem Körper wurde ein Handlungsmuster aus der damals so überwältigenden Situation nicht vollendet, weswegen in vielen neueren Therapieformen bei Traumata, so auch bei Entwicklungstrauma, der Körper als Schlüssel angesehen wird. Nur auf dieser Ebene gelingt es, die nervlich gebundene Energie freizusetzen und aus der Erstarrung zu gelangen – hin zu mehr Lebendigkeit und Verbundenheit, zu uns und unseren Mitmenschen.
    Traumafolgen wie Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Ängste, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Übererregbarkeit u.ä. lösen sich häufig erst dann auf, wenn die gebundene Energie auf der körperlichen Ebene befreit wird.
    Somatic Experiencing® (SE) ist ein direktes und wirkungsvolles Werkzeug, das auf die Strategie der Neuverhandlung eines traumatischen Erlebnisses setzt und keine Neuinszenierung und kein Wiedererleben benötigt. Es verzichtet auf die oft schmerzhafte Analyse der Vergangenheit und arbeitet über die körperlichen Empfindungen allein im Hier und Jetzt.

  • Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT)®:

    Bei traumatischen Erfahrungen in der Kindheit biete ich ihnen neben SE ressourcenorientierte Begleitung und Unterstützung aus der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie (PITT) nach Prof. Luise Reddemann und der Ego-State-Therapie an. Hierbei sollten Sie sich auf einen längeren therapeutischen Prozess einstellen.
    PITT legt einen wesentlichen Fokus auf die Stabilisierung des Klienten und Stärkung der Ressourcen. Die Technik dafür sind innere Bilder (Imaginationen). Für plötzlich auftauchende überwältigende Gefühle werden Techniken zur Distanzierung erlernt. Gleichzeitig werden die inneren „Kraftquellen“ durch innere Bilder aufgebaut. Dazu gibt es vielfältige Übungen oder Gruppenstunden, wie beispielsweise mein angebotenes Achtsamkeitstraining

    PITT orientiert sich an dem 3-Phasen-Modell der Stabilisierung, Traumakonfrontation sowie Integration und Neuorientierung. Leitend ist das Konzept der Selbstregulierung und Selbstheilung.

  • B.B.T. Bindungspsychotherapie®:

    Die Entwicklung einer sicheren emotionalen Bindung eines Kindes an seine Eltern wird heute als bedeutender Schutzfaktor in der kindlichen Entwicklung betrachtet.
    „Kinder mit einer sicheren Bindung können sich besser in die Gefühle anderer Menschen hineinversetzen, haben eine bessere Sprachentwicklung, sind kreativer, haben mehr Freunde und finden rascher Lösungsmöglichkeiten in schwierigen Situationen.“ --Karl-Heinz Brisch
    In meiner Arbeit kombiniere ich neueste Erkenntnisse und Ansätze der Bindungspsychotherapie nach Prof. Brisch mit den oben beschriebenen Methoden - individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten - bei Bindungs- und Entwicklungstraumata für Erwachsene.

Entstehung von Entwicklungstraumata und Bindungsstörungen:

Ursachen von Entwicklungstraumata und Bindungsstörungen:

  • Überängstliche, nervöse, unter Stress stehende Eltern oder andere Bezugspersonen
  • Kontaktarmut, Missachtung
  • Verwahrlosung
  • Gewalterfahrung (physisch oder psychisch, z.B. Erniedrigung)
  • Sexualisierter Missbrauch
  • Substanzmissbrauch oder Schockerlebnisse der Mutter während der Schwangerschaft
  • Erniedrigung, Verachtung, Ablehnung, Wertlosigkeit
  • Übertragung von Erwachsenen-Aufgaben auf kleine Kinder
  • Schuldzuweisung und Beschämung
  • Verrat, Erpressung, Schweigen
  • Manipulation und „Doublebind-Dynamik“ (etwas sagen und etwas anderes tun)
  • das Schreien lassen im Babyalter mit der gut gemeinten Idee, das Baby lerne sich so zu beruhigen

All diese Situationen, die eher im feineren zwischenmenschlichen Bereich liegen, aber eine gravierende Wirkung auf unser Leben haben, können zur Entstehung von Entwicklungstrauma beitragen. Von besonderer Bedeutung sind hierbei solche genannten Erfahrungen innerhalb der ersten drei Lebensjahre.
Bindungstrauma entsteht durch psychische und/oder körperliche Verletzungen, die uns insbesondere während der ersten drei Lebensjahre permanent geprägt haben (langanhaltend, andauernd) und wir in unserer natürlichen Reaktion hierauf nur unzureichend von unseren Bezugspersonen co-reguliert wurden.

Wesentlich dabei ist zu verstehen, dass in den ersten drei Lebensjahren das Fundament für eine sichere Bindung gelegt wird. Dies ist jedoch gleichzeitig die Zeit, an die wir uns nicht bewusst erinnern können. Daher finden wir zumeist auch keine rationalen Erklärungen unserer oben dargestellten Symptomatik im Erwachsenen-Alltag. Letztendlich können wir nur rückblickend auf die ersten Lebensjahre Schlüsse ziehen, indem wir unser Beziehungsleben und unser Leben heute anschauen, da sich die erlernten Überlebensstrategien und -muster bis heute wiederholen. Wir benötigen folglich dieses Wissen, was damals geschah nicht, um die Traumatisierung behutsam lösen zu können.
Das große Dilemma ist, wir selbst sehen nicht, dass wir diese Muster haben und auf die Welt anwenden. Je tiefer dieses Muster geprägt ist, desto automatisierter regieren wir. Wir sind uns nicht bewusst, dass unser Nervensystem hier unbewusst auf eine alte Information reagiert und nicht auf die heutige Situation.

Für Babys ist verlässlicher Kontakt zu den engsten Bezugspersonen (zumeist den Eltern) existenziell. Sowohl körperliche Nähe als auch feinfühlige emotionale Präsenz und Co-Regulation bieten im natürlichen Fall genau den sicheren Raum, den ein Kind braucht, um wachsen und sich frei entfalten zu können. Ein allein gelassenes Baby weiß unbewusst mit all seinen Körperzellen, dass es als völlig hilfloses Wesen alleine sterben wird. Dies ist ein akut lebensbedrohlicher Zustand für ein Baby – da es nicht weiß, dass die Bezugsperson gleich wiederkommen wird. Demnach werden zahlreiche für einen Erwachsenen als harmlos erscheinende Situationen für ein Baby als absolut existenziell im Nervensystem abgespeichert und das Baby wird unsicher gebunden oder entwickelt sogar eine Bindungsstörung.

„Der Mensch wird am Du zum Ich.“ Martin Buber

Wir brauchen ein verlässliches Gegenüber, um uns selbst zu erfahren und spüren zu lernen.

Daher ist es nahezu unmöglich, Bindungs- und Entwicklungstraumata alleine zu lösen. Es braucht heute genau das, was wir damals nicht hatten – einen Menschen, der uns sieht und DA bleibt – mit allem, was ist.

Durch frühe Verletzung, den Mangel an Empathie und Einfühlung entsteht dieses grundlegende Gefühl von Einsamkeit, wenn unsere Eltern sich nicht auf uns einstellen können oder uns viel alleine lassen. Das sogenannte „Window of Tolerance“ wird relativ schmal ausgeprägt und wir haben große Schwierigkeiten, uns selbst zu regulieren und glücklich zu sein. Unsere körperliche, nervliche Reaktion ist permanent auf eine vergangene Gefährdung oder gar lebensbedrohliche Situation eingestellt.

Um diese latente Bedrohung unter Kontrolle zu halten, flüchten Traumatisierte in den Kopf und kontrollieren das Leben von dort aus.

Wir trennen uns dann teilweise, mehr oder weniger, von unserem Körper ab. Dies führt dazu, dass wir auch Emotionen kaum körperlich spüren, angenehme wie unangenehme.

Auswirkungen und Chance von Trauma

Nicht jedes traumatische Erlebnis führt automatisch zur Beeinträchtigung im weiteren Leben des Betroffenen. Faktoren wie Art, Häufigkeit und Zeitpunkt des erlebten Geschehens sowie die eigene Resilienz haben Einfluss auf die Verarbeitungsmöglichkeiten der Psyche. So kann der plötzliche Tod eines nahestehenden Menschen als traumatisierend erlebt werden, wenn nicht genügend innere Ressourcen vorhanden sind, das Geschehen zu verarbeiten. Psychische Bedrohung oder Gewalt könnte von dem einen Kind als äußerst überwältigend erlebt werden, während ein anderes sich im sozialen Umfeld gemäß seinen Fähigkeiten zumindest eine gewisse Verarbeitung ermöglicht. Die individuellen Ressourcen und Kraftquellen zu fördern ist deshalb die Basis jeder Traumaarbeit.

Trauma-Wunden der Seele können heilen – ebenso wie körperliche Wunden. Es entsteht eine „Narbe“ und diese Stelle bleibt lebenslang empfindlicher und weniger flexibel als die restlichen, unversehrten Stellen. So ist es auch bei „Narben auf der Seele“. Auch wenn die Verletzung nicht ungeschehen gemacht werden kann – sie kann heilen und im besten Fall dann sogar als besondere Stärke erkannt werden.

„Trauma ist so viel mehr als nur etwas, das uns widerfahren ist. Es prägt unser Denken und unser Erleben oft weit mehr als uns das zunächst bewusst ist. Es ist wie eine Brille, die man trägt und die alles einfärbt: unsere Beziehungen, unser Selbstbild, unsere Erwartungen an die Welt.
Trauma hat allerdings auch andere Aspekte, über die selten gesprochen wird. Eine Traumatisierung lässt Menschen oft viel mehr über ihr Leben reflektieren als andere. Es regt an, nach einem tieferen Sinn zu suchen. Es macht viele Menschen sehr sensibel für andere Menschen.“ Dami Charf

Transgenerationales Trauma:

Transgenerationale Traumatisierung bezeichnet ein in der Regel unbeabsichtigtes, oft unbewusstes und nicht selten auch ungewolltes Geschehen. Dabei werden überaus schmerzliche Erfahrungen der Angehörigen einer Generation auf nachfolgende Generationen übertragen. Diese müssen oft unter den Erlebnissen und Erfahrungen ihrer Vorfahren mitleiden, sie werden davon heimgesucht, und zwar frei nach dem Alten Testament, 2. Buch Mose, „bis ins vierte Glied“.

Der Umgang der deutschen Nachkriegsgesellschaft mit Kriegsgewalt besteht bis heute immer noch überwiegend darin, dass nicht auf die Geschehnisse geschaut und der Schmerz verdrängt wird. Die extreme Last von Leid – und auch von damit verbundener Scham und Schuld – die viele Menschen bis heute tragen, zeigt jedoch die unbedingte Notwendigkeit auf, uns um unsere emotional kaum bearbeitete Geschichte zu kümmern.

Was schwere Belastungen angeht, so hat es der Philosoph und Psychiater Pierre Janet Anfang des 20. Jahrhunderts einmal in dieser Weise ausgedrückt: "Wer ein Trauma nicht realisiert, ist gezwungen, es zu wiederholen oder zu reinszenieren."

Das Schlimmste ist das Schweigen.
Was nicht sein darf, kann nicht erkannt werden. Was nicht erkannt wird, kann sich nicht verändern, da es unbewusst bleibt und damit weiterhin im Verborgenen automatisiert wirkt.
So verursacht auch dieses übertragenen Trauma Leid im heutigen Leben – zusätzlich zu möglichen eigenen Traumatisierungen. Es lohnt sich, mit professioneller Unterstützung auch dieses bislang verdrängte Leid anzunehmen, zu würdigen und ihm einen adäquaten Platz in der eigenen Biographie einzuräumen.

Konditionen Psychotherapie:

Konditionen Traumatherapie

Ein maximal 20-minütiges telefonisches Vorgespräch dient der gegenseitigen Information, Klärung des Anliegens und evtl. der Entscheidungsfindung.
Dieses Telefonat ist für Sie kostenfrei.
Nachfolgende vier Probestunden (Empfehlung: eine Sitzung je Woche) dienen dem beidseitigen Kennenlernen, der Erprobung der Vorgehensweise und deren Wirkung auf Sie, aller Begleitumstände (Anreise u.a.m.), sowie Ihrer Fähigkeit, sich in den Beratungsprozess einzulassen. Für diese Stunden gilt das Honorar einer regulären Sitzung.
Nach einem ersten persönlichen Kennenlernen ist eine psychologische Beratung in den meisten Fällen auch per Skype oder Zoom möglich.
Eine Einzelstunde dauert 50 Minuten, mit einem Honorar in Höhe von 95 €.
Jede weitere 15 Minuten werden jeweils mit 28,50 € berechnet. Eine Verlängerung einer Sitzung ist ausschließlich nach voriger Absprache möglich.
Zahlungsmodus: Sie bezahlen zu Beginn jeder Einzelstunde bar.
Zu Therapiebeginn legen Sie den weiteren Fortgang mit mir zusammen fest. Dazu gehören die Differenzierung der Zielsetzung sowie das Bestimmen von Dauer und Häufigkeit der Sitzungen.
Die vollständige Absage Ihres Termins, auch anlässlich einer Terminänderung ist geregelt wie folgt:
bis zu drei Tagen vorher: kostenfrei.
drei Tage vorher, d.h. ab 72 Stunden vor Ihrem Termin: Teilhonorar (60.- € je gebuchte Einzelstunde).
innerhalb von 24 Stunden (auch Terminversäumnisse): vollständiges Honorar (95.- € je gebuchte Einzelstunde).
Absagen meinerseits gleiche ich durch einen frühestmöglichen Alternativtermin aus.

Möglichkeiten einer Kostenerstattung

Meine Praxis ist eine Privatpraxis. Dies bedeutet, eine Abrechnung über die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht möglich. Mein Stundensatz wird unabhängig von einer möglichen Erstattung in voller Höhe fällig.
Private Krankenkassen und private Zusatzversicherungen übernehmen häufig teilweise oder vollständig die Leistungen des psychotherapeutischen Heilpraktikers - abhängig von Ihren Vertragsbedingungen. Ich empfehle jedoch immer im Vorfeld mit Ihrer Kasse Rücksprache zu halten. Leider übernehmen die gesetzlichen Kassen die Leistungen des Heilpraktikers für Psychotherapie nur in Ausnahmefällen. Hier entscheiden Sie im verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst, in das eigene Wohlgefühl mit einer Beratung oder Therapie zu investieren.

Ihre Vorteile

  • Kurzfristige Termine auch am Abend passend für Ihren (beruflichen) Terminkalender
  • Keine monatelangen Wartezeiten wie bei kassenärztlich zugelassenen Psychotherapeuten
  • Flexiblere Zeitfenster bei der Dauer einer Sitzung (wo erforderlich, kann eine längere Sitzung sinnvoll sein)
  • Als Überbrückung der Wartezeit (in einer Krisensituation) auf einen Therapieplatz bei einem Kassentherapeuten
  • Keinerlei Weiterleitung von Informationen an Ihre Krankenkasse!

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